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Alice Stucki – eine Koryphäe verlässt den Verein

Wir haben heute Abend nicht nur neue Vorstandsmitglieder gewählt und bestehende Vorstandsmitglieder in ihrem Amt bestätigt. An dieser Stelle müssen wir leider auch Abschied nehmen von einem langjährigen Vorstandsmitglied. Alice Stucki tritt zurück. Ich habe mir als Präsident die Frage gestellt, was man in so einer Situation sagt. Es ist nämlich kein normales Vorstandsmitglied, das uns heute verlässt. Alice Stucki war als dienstältestes Vorstandsmitglied unentbehrlich für den Ehemaligenverein. Sogar noch mehr: Ich glaube, man darf sagen: Alice Stucki war der Ehemaligenverein. Und dies schon seit mehreren Jahrzehnten.

Als ich mir darüber Gedanken gemacht habe, ist mir ein Lied von Smokie, einer englischen Rockband, in den Sinn gekommen. Es heisst: „Living next door to Alice“. Der Zufall will es, dass dieser Song nur ein Jahr nach dem Eintritt von Alice in den Freigymer entstanden ist, und zwar 1976. Bereits 1975 hat Alice ihre Stelle als Buchhalterin im Freigymer angetreten. Von der Alice, die im Song von Smokie besungen wird, weiss man nicht sehr viel. Lange Jahre wirkte auch Alice Stucki inkognito und im Hintergrund für den Ehemaligenverein, bevor sie schliesslich offiziell als Kassierin gewählt wurde. Diese Ära geht nun zu Ende.

Wie geht es nun weiter, wenn Du, Alice, nicht mehr bei uns im Vorstand sein wirst? Im Lied von Smokie tritt am Ende eine Dame namens Sally an die Stelle von Alice. Leider fehlt uns im Ehemaligenverein eine solche Sally. Die Lücke, die Du hinterlässt, hätte aber auch Sally nicht füllen können. Das hätte niemand gekonnt. Auch ich als Präsident kann nicht von mir sagen, ich hätte 24 Jahre gerade nebenan gewohnt, wie das Chris Norman macht, der Sänger von Smokie. Aber ich kann sagen, acht Jahre lang mit Dir zusammengearbeitet zu haben.

In diesen acht Jahren war ich mehr als einmal froh, auf Dein Wissen zurückgreifen zu können. Du hast die Buchhaltung und die Mitgliederverwaltung gewissenhaft und unbeirrbar geführt. Dafür möchte ich Dir im Namen des Vorstands danken. Oft hast Du den Mahnfinger erhoben, wenn es eng wurde mit den Finanzen. Mit unglaublicher Ausdauer bist Du unseren Mitgliedern nachgegangen, hast sie bei einem Umzug ohne Adressänderung aufgespürt und immer geschaut, dass sie ihre Mitgliederbeiträge bezahlen. Und es gäbe auch keinen Berufsinformationsabend ohne Dich. In vielen Abendstunden hast Du zusammen mit Deinem Mann Schüler und Referenten eingeteilt. Auch habt Ihr tausende – ich darf wohl auch behaupten zehntausende – von Couverts für die Versände des Ehemaligenvereins verpackt.

Im Gegensatz zu anderen Anlässen, die man mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlässt, verabschieden wir Dich mit zwei weinenden Augen. Liebe Alice, eine grosse Limousine, die die Alice im Song abholt, kann ich Dir leider nicht bieten. Aber es wartet nach der Vorstandssitzung ein Opel Zafira auf Dich, der Dich ein letztes Mal nach Hause fährt.

Chris Norman sang im Refrain, er wisse nicht, warum Alice gehe und wohin sie gehe. Dass Du Deine Gründe hast – wie auch die Alice im Lied von Smokie – ist uns allen klar: Du geniesst nun, was Dir schon allzu lange zusteht: einen Ruhestand, der seinen Namen verdient. Wir wünschen Dir, dass Du ihn mit allen Sinnen geniessen kannst. Für ein Sinneserlebnis möchten wir etwas beitragen: Ein Vöglein hat uns gezwitschert, dass Du gerne Opernübertragungen im Kino Pathé Westside anschaust. Dieses kleine Präsent soll Dir das weiterhin ermöglichen. Nochmals ein grosses Merci für Dein Engagement und alles Gute!